BAUWERKSTROCKNUNG
Nach Reinigung der vom Hochwasser betroffenen Räume und Bauteile ist eine intensive Trocknung der Bausubstanz vorzunehmen.
Wird die im Bauwerk gesammelte Feuchtigkeit nicht entfernt, besteht die Gefahr der Schimmelbildung bis hin zur Bildung von Hausschwamm, einem Pilz, der auch trockene Bauteile “befällt” und durch das gesamte Gebäude wachsen kann. Dies führt langfristig zu starker Schädigung bis hin zur völligen Zerstörung der Bausubstanz.
Die Trocknung erfolgt durch:
Lüften
Querlüftung, d.h. gegenüberliegende Fenster bzw. Türen öffnen ( Durchzug ). Unterstützend wirkt der Einsatz von Luftgebläsen.
Heizen - Lüften
Raumlufterwärmung mit Heizung und Heissluftgebläsen und anschliessender Austausch mit der kälteren Aussenluft. Der Grad der Trocknung hängt hierbei ab von der Differenz der Aussentemperatur zur Innentemperatur sowie von der Häufigkeit der Lüftungszyklen. Stosslüftung mindestens 5 x täglich, jeweils ca. 15 min..
Kondensieren
Für geschlossene Räume bietet sich das Kondensationsverfahren an, bei dem die Bauteile ihre Feuchtigkeit an die trockenere Raumluft abgeben können. Der Trocknungsvorgang mit den entsprechenden Kondensationstrocknern ist substanzschonender, als beim “Ausheizen”, da hier Spannungen im Bauteil weitgehend vermieden werden.Es ist unbedingt darauf zu achten, dass während der Kondensationsperiode sämtliche Türen und Fenster der Räume geschlossen sind.
Insgesamt ist je nach Durchfeuchtungsgrad, Material und Stärke der Baukonstruktion von einer Trocknungsdauer von mehreren Wochen auszugehen.
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